Ein neues Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) aus Koblenz lässt aufhorchen: Erstmals entschied ein OLG, dass VW Schadensersatz, in diesem Fall einem Sharan Besitzer 26.000 €, zahlen muss. Wichtig dabei, dass es direkt den Konzern und nicht einen Händler betrifft, eine absolut positive Entwicklung für alle Betroffene im Dieselskandal. Der 5. Zivilsenat des OLG traf die Entscheidung zu Zahlung des Schadensersatzes aufgrund " vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung". 

Besonders kritisch befand das Gericht die vermeintlich vorsätzliche Manipulation an dem Sharan mit dem Dieselmotor EA 189. Laut Gericht  habe Volkswagen das Auto "unter bewusstem Verschweigen der unzulässigen Softwareprogrammierung in Verkehr gebracht". Damit bestehe "die Gefahr der Betriebsuntersagung und Fahrzeugstilllegung". Dies sei ein Schaden und bei einem Weiterverkauf gebe es einen Wertverlust, womit VW sittenwidrig gehandelt habe. 

Wir werten dieses Urteil als Bestätigung der oft verbraucherfreundlichen Rechtsprechung der Landgerichte, jetzt auch vom OLG Koblenz und sehen auch unsere bisherigen Bemühungen darin bestätigt. In kürze hier mehr zu unsere aktuellen Urteilen gegen VW und VW-Händler.

Sind Sie auch betroffen? Ansprüche wegen des VW-Dieselskandals sind im Regelfall noch nicht verjährt. Auch wer sich an der Musterfeststellungsklage beteiligt hat, kann sich dort noch bis zur mündlichen Verhandlung abmelden und individuell klagen, um eine voraussichtlich schnellere Regulierung anzustreben. Rufen Sie uns jetzt an.