Dieselaffäre - Zeit zu handeln

Deliktsrecht noch nicht verjährt 

Bremen (pe). Manipulationen, Kartellvorwürfe, Strafanzeigen: Die Dieselaffäre hat sich längst zu einem handfesten Skandal entwickelt. Die Hersteller verweigern sich in Deutschland, anders als in den USA, immer noch einer kulanten Entschädigung. Betroffene Autobesitzer sind gezwungen, ihre Ansprüche individuell durchzusetzen. Inzwischen haben bereits mehrere Gerichte zugunsten der Kunden geurteilt. Vor dem Landgericht München konnte ein Kläger den Kaufvertrag wegen Täuschung wirksam anfechten. Der Händler musste das Auto zurücknehmen und den Kaufpreis abzüglich Nutzungsersatz erstatten. In Krefeld machte ein Kläger sein Rücktrittsrecht geltend; auch hier musste der Händler den Wagen zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten. Ähnlich entschieden bisher auch Richter in Oldenburg, Hagen und Lüneburg.

Vorsätzlich "geschummelt" 

Die Einhaltung der gesetzlichen Abgasnormen wurde bei zahlreichen Modellen erst durch einen rechtswidrigen Eingriff in die Motorsteuerung möglich. Damit sind die betroffenen Fahrzeuge vorsätzlich manipuliert. Konkret geht es um den Dieselmotor EA 189 mit einem Hubraum von 1,2 beziehungsweise 1,6 oder 2,0 Liter. Er wurde in Autos der Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda eingebaut. Käufern stehen deshalb Ansprüche aus sogenanntem Deliktsrecht zu. Der Anspruch, den Minderwert von Volkswagen erstattet zu bekommen, ist noch nicht verjährt. Aber auch BMW, Porsche und Mercedes wird unredliches Verhalten vorgeworfen.

"Widerrufsjoker" bei Finanzierung

Wer sein Fahrzeug finanzert hat, hat zudem auch nach Jahren noch die Chance, sich von seinem Fahrzeug durch Widerruf zu trennen, wenn die Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist. Dies gilt auch für Leasingverträge und ist unabhängig davon, ob es sich um einen Diesel oder einen Benziner handelt. Einzelheiten finden Sie hier.

Kostenfreie Informationsveranstaltung

Die Kanzlei Dr. Ehlers bereitet derzeit eine kostenfreie Informationsveranstaltung vor. Bei Interesse können Sie sich unter 0421/2584070 voranmelden, um Plätze zu reservieren. Ort und Zeit geben wir in Kürze bekannt.

Kommende Veranstaltungen zur Diesel-Affäre

Gegenwärtig sind keine Veranstaltungen angekündigt. Bitte vereinbaren Sie ein kostenfreies Erstgespräch mit uns für eine individuelle Erstberatung.