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Volkswagen

Nach Einschätzung der Kanzlei Dr. Ehlers hätte Volkswagen im Zuge seiner sogenannten Publizitätspflichten frühzeitig über die Manipulation der Abgastests beziehungsweise die Manipulationsvorwürfe informieren müssen. Verletzt ein börsennotiertes Unternehmen seine Mitteilungspflichten, verknüpft das Gesetz damit Schadensersatzansprüche.

Mögliche Ansprüche für Aktionäre

Diese stehen grundsätzlich den Aktionären zu, die zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens der nicht mitgeteilten Informationen noch im Besitz ihrer Papiere waren und die diese gekauft haben, als Volkswagen schon über die Manipulation der Abgastests beziehungsweise die Manipulationsvorwürfe hätte informiert haben müssen. Nun ist zu klären, ob beziehungsweise wann entsprechende Mitteilungspflichten bestanden. Sofern sich die Pressemeldungen bestätigen, wonach schon seit 2009 Abgasmessungen bei Diesel-Fahrzeugen manipuliert wurden, könnte dies schon der relevante Zeitpunkt sein. Nach Pressemeldungen war dem VW-Konzern aber seit Mai 2014 bekannt, dass er wegen signifikant höherer Emissionen im Normalbetrieb in das Visier der US-Behörden geraten war. Investoren, die nach diesem Zeitpunkt ihre Aktien erwarben, dürften noch bessere Aussichten haben, einen Schadensersatzanspruch gegen Volkswagen erfolgreich durchsetzen zu können.

Kursdifferenzschaden geltend machen

Soweit Ansprüche bestehen, können Aktionäre den sogenannten Kursdifferenzschaden ersetzt verlangen, der durch das Bekanntwerden des Skandals eingetreten ist. Etwaige Schadensersatzansprüche verjähren ein Jahr, nachdem der Investor Kenntnis davon hatte, dass Information nicht veröffentlicht wurden – auch unabhängig von der Kenntnis des Aktionärs spätestens aber drei Jahre, nachdem die Mitteilung eigentlich hätte veröffentlicht werden müssen. Aktionäre, die Ansprüche geltend machen wollen, sollten deshalb nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten.

Da der Sachverhalt von Volkswagen weitestgehend eingeräumt wird und die Kurseinbrüche nach Bekanntwerden der Vorwürfe auch gezeigt haben, dass es sich um kursrelevante Informationen handelt, besteht für Volkswagen die große Gefahr, am Ende auch den klagenden Aktionären ihren Schaden ersetzen zu müssen.

Zu möglichen Ansprüchen der Aktionäre führen wir am 9. November 2015, 18:00 Uhr eine Informationsveranstaltung durch. Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

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