Startseite arrow Leb.-Vers.-Fonds

Newsflash

 
 
 
Lebensversicherungsfonds

 Lebensversicherungsfonds wurden jahrelang mit dem Siegel der Sicherheit verkauft. Allein die Tatsache, dass ein Fonds in Lebensversicherungen investiert, suggerierte Anlegern eine sichere Geldanlage. Häufig blieben dann aber die Ausschüttungen hinter den Erwartungen zurück. Sicher war allein die Provision des Beraters.

Ein Lebensversicherungsfonds erwirbt von Versicherten Risiko-Lebensversicherungspolicen und zahlt an deren Stelle die Prämien weiter. Stirbt der ursprünglich Versicherte, erhält der Fonds die Ablaufleistung. Das auf den ersten Blick pietätlos aussehende Modell hat jedoch für beide Seiten Vorteile: Der ursprünglich Versicherte verkauft seine Police im Regelfall, um liquide Mittel zu erhalten, die ihm sonst fehlen würden. Gleichzeitig erwirtschaftet der Fonds danach für die Fondsanleger mit der Versicherung eine Rendite.

Lebt der ursprünglich Versicherte aber länger als erwartet, fehlen dem Fonds Einnahmen. Und genau diese gestiegenen Lebenserwartungen belasten nun die Erträge vieler Lebensversicherungsfonds. Potenziert wird diese Entwicklung durch teilweise kreditfinanzierte Investitionen der Fonds in Lebensversicherungspolicen. Länger zu zahlende Kreditzinsen drücken die Erträge weiter.

"Lebensversicherungsfonds wurden zum Teil mit hohen Provisionen für Banken vertrieben. Das Sicherste bei derartigen Fonds sind die Provisionseinnahmen der Bank", so Rechtsanwalt Dr. André Ehlers, der ergänzt: "Dies kann allerdings zum Bumerang werden, wenn die Bank über ihr Eigeninteresse nicht aufgeklärt hat". Denn Banken müssen nach der Rechtsprechung des BGH beim Vertrieb von Fonds auf den Erhalt von Rückvergütungen, insbesondere aus Ausgabeaufschlagen, aufklären. Versäumen sie dies, sind sie zur Rückabwicklung des Geschäfts verpflichtet. Sprich: Der Anleger bekommt seine Investitionssumme zurück, der Fonds wird an die Bank übertragen.

Die gleichen Folgen treffen die Bank, wenn diese nicht über die Risiken des Fonds aufgeklärt hat. Nicht selten wurden die Fonds und deren Rendite als ganz besonders  sicher dargestellt, weil die Lebenserwartung der Versicherten in Summe kalkulierbar sei. Die Risikoaufklärung eines Mandanten, der von RA Dr. Ehlers vertreten wird, sollte beispielsweise durch den Satz "gestorben wird immer" erfolgen. "Derartige Beschreibungen sind nicht nur makaber, sondern klären den Fondsanleger auch nicht ausreichend über die Funktion und die Risiken des Fonds auf", ergänzt der Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Ehlers.

In jedem Fall sollten Anleger ihre Ansprüche insbesondere gegen die beratende Bank prüfen lassen.
Ein Formular zur Kontaktaufnahme können Sie hier herunterladen.

 

© 2017 Kanzlei Dr. Ehlers
Powered by Nesco Networks - Template Design by funky-visions.de